Probewohnen im Wohnwagon “Almwagen MAX” am Tegernsee – Sonntag

Sonntag, 15.10.2017:

 

Guten Morgen!

Eigentlich haben wir hervorragend geschlafen, leider ist die Matratze in unserem Almwagen aber recht hart.
Naja, erst mal Frühstücken. Ich versuche, frische Semmeln zu kaufen, aber heute ist ja Sonntag! Alle Bäckereien in der Nähe haben zu. An der Tanke werde isch schließlich fündig…

Ein kleines Problem haben wir inzwischen entdeckt: Uns würde hier zum dauerhaften leben eigentlich nicht viel fehlen, außer einem festen Tisch mit Sitzmöglichkeit. Der Tisch ist genial in die Küche integriert und kann bei Bedarf einfach raus gezogen werden, sitzen kann man auf zwei Hockern, die normal als Tischchen dienen, oder auf dem Bett.

Aber: Es geht nichts über einen festen Essplatz mit ordentlichen Sitzgelegenheiten.

Wir sind uns allerdings bewusst, daß es sich bei “MAX” um die kleinste Ausführung des Wohnwagon handelt, und da muss einfach der eine oder andere Kompromiss gemacht werden!

Es gibt frischen Kaffee aus der Stromlosen Espressomaschine.

Nach unserem leckeren Frühstück geht es dann auch gleich los. Wir wollen in See stechen…

Nach einem kurzen Marsch landen wir am Anleger von Rottach Egern.

Ja, ist doch etwas touristisch hier. Ich bin begeistert…

Hilft nix…

Kurze Zeit später kommt auch schon unser Schiff.

Wir nehmen die große Tour, einmal rund um den See… Unser Bargeld reicht auf den letzten Euro für die Tickets – naja, Urlaub in Deutschland ist nicht billig ;-).

90 Minuten lang gehts am Ufer entlang, eigentlich sehr Nett und das Wetter ist hervorragend!

Fast wie im Urlaub ;-).

Dann gehts wieder zurück nach Hause. Unterwegs noch ein kurzer Blick in die Katholische Kirche…

Kurz nachdem wir wieder daheim sind, schleichen plötzlich Menschen ums Haus.
Ach ja, sehr interessant ist: Die ganze Zeit unseres Aufenthalts kommen immer wieder mal Menschen vorbei, die das Konzept ansehen wollen oder selber mal Probewohnen möchten (oder einfach nur ein paar Fotos machen wollen).

Dieses mal kommen uns aber die Menschen, die ums Haus schleichen, sehr bekannt vor (und wir sind sicher, ihr kennt sie auch, da sie hier im Blog immer wieder mal vorkommen): Hoher Besuch aus Egling (jaja, die Münchner und ihre Sonntagsausflüge).

Nach einer umfangreichen Inspektion unseres Almwagens beschließen wir, erst mal etwas Wandern zu gehen, später dann noch etwas Essen zu gehen….

Wir fahren in Richtung Sutten – Sessellift und drehen dort eine kleine Runde.

Bergführer Helmar führt uns Schnurstracks zur nächsten Schlucht. Irgendwie haben wir unsere Bergstiefel vergessen…

Wir überleben alle! Nach einem Stundenlangen Gewaltmarsch sind wir wieder auf befestigten Wegen.

Dann gehts zur “Moni – Alm” wo wir uns auf der Terrasse niederlassen. Die Speisekarte ist Vielversprechend… leider werden wir nach der Bestellung der Getränke aber enttäuscht: Die sind restlos ausverkauft!

Naja, kann ja keiner Wissen, daß bei dem Wetter jeder zweite Münchner den Weg an den Tegernsee findet ;-).

Wir nehmens mit Humor, steigen ins Auto und landen eine kurze Fahrt (und ca. 12 km Stau in der Gegenrichtung) später in Wildbad-Kreuth, wo wir einen kurzen Marsch zur “Schwaiger – Alm” machen.

Hey, hier gibts sogar was “Vegitarisches” für uns…

Wir nehmen trotzdem die Kirchweihgans:

Das ist mal echt lecker! Wenn ihr in der Nähe seid, der Besuch lohnt sich!
Danke an Bergführer Helmar für den Tipp!

Auf dem Rückweg wandern wir noch am Wasserfall vorbei:

Dann stellen wir uns in den Stau zurück nach Rottach Egern… keine Chance, außen rum zu kommen, da die Sylvensteinstraße gesperrt ist, quält sich alles durchs Tegernseer Tal.

Naja, muss wohl so sein. Eine dreiviertel Stunde später sind wir dann doch wieder daheim.

Da ich noch kein rechtes Gefühl für unsere Warmwassersituation entwickelt habe, heizen wir auch heute nochmal ein – mit ähnlichem Ergebnis wie gestern 😉

Schön wars, gute Nacht!

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