Sommer 2018 – Tag 15: Reha in Büsum

Guten Morgen!

Heute gehts weiter in Richtung Süden.
Aber unser Tag beginnt erstmal mit der „Vorzelt – Aufbaushow“ unserer neuen Nachbarn, die uns das Frühstück versüßt.

Ich gehe noch schnell, bezahlen, 76 Euro für 3 Nächte, das ist OK.

Dann gehts los in Richtung Deutschland.
Unser Navi schlägt recht Abenteuerliche Routen vor (weit über 400 Kilometer), wir finden dann aber eine nette Strecke über Land, die mit 270 km recht annehmbar ist.

Wir sind also Heute auf Landstraßen unterwegs, deshalb geht alles etwas gemütlicher.

Nach einiger Zeit merken wir, daß wir wohl zurück in Deutschland sind: Die Straßen werden merklich schlechter!
Dänemark, nett wars! Wir kommen wieder…

Unterwegs tanken wir noch schnell voll (da wir ja immer noch nicht wissen, wieviel in unseren Tanks drin ist, laut Tankuhr haben wir fast nichts verbraucht 😉 ), dann machen wir noch einen kleine Einkaufsstop mit Veschper bei Intermarché (oder so ähnlich).

In Husum dann noch ein kleiner Schreckmoment:
Als wir an der gehobenen Brücke die Passage eines Schiffs abwarten und dabei den Motor ausmachen, will dieser dann nicht mehr so richtig anspringen. Ich kenne das aber zum Glück schon von der Ente. Der Anlasser klemmt wohl Zahn auf Zahn… ich würge den Gang rein, damit sich der Motor um ein paar Millimeter weiter dreht, dann greift das Anlasserritzel wieder. Glück gehabt!

Gegen 17 Uhr dann sind wir endlich in Büsum.
Der Stellplatz ist ziemlich voll, wir finden gerade noch einen freien Platz, auf dem wir unter den entsetzten Augen unserer Nachbarn einparken.

Der Platz selber lebt meiner Meinung nach von der Lage. Schön ist anders (laut ist es, wie wir später feststellen auch, das liegt aber vermutlich an der ausgerechnet heute stattfindenden Technoparty in der Nähe). Die Toiletten „gehören zum Kiosk, nicht zum Platz“, sind nur zwischen 10 Uhr und irgendwann Abends geöffnet und kosten 50 Cent, die Duschen kosten ebenfalls Geld.

Für 15 Euro erwarte ich eigentlich, daß wenigstens die Toiletten den ganzen Tag verfügbar sind!
Das Wlan (welches für meine literarischen Ergüsse ja recht praktisch ist) funktioniert auch nicht (man kann sich zwar einloggen, aber es geht nichts voran – Seitenaufbau ähnelt dem, als es noch die guten alten 2400 baud – Modems gab).

Forenfreund Helge Rehlein hat uns ja eigentlich empfohlen, nach Nordstrand zu fahren, dort ist er wohl im Moment auch, dies checken wir aber erst, als wir schon in Büsum am Platz sind. Schade, wäre nett gewesen!

Wir sind aber ehrlich gesagt auch zu geschafft, um nochmal den Motor zu starten… wir gehen mal in die Stadt.
Vorbei am Hafen und der Werft, in der einige schöne alte Schiffe auf Reparatur warten…

… und tauchen dann in die quirlige Fußgängerzone von Büsum ein.

Als erstes ein Geschäft mit dem, was man hier scheinbar öfter mal so braucht:

Ist Büsum eigentlich ein Kurort?
Wir fühlen uns zumindest sofort so, als ob wir auf Reha hier wären ;-).
Vielleicht sollten wir mal versuchen, den Urlaub als Kur bei der Krankenkasse einzureichen… wäre sicher erfolgreich.

Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Wir schlendern durch den Hafen und genießen das Reizklima (so nennt man das doch?), hier wird der Kurfaktor durch einen Alleinunterhalter am Hafenfest, der gerade zwischen (wie heißt die blonde Schlagereule noch?) und guter deutscher Popmusik hin und her wechselt. Tanztee gefällig?

Nein Danke!

Wir schlendern noch über den Hafen…

Dann: Abendessen. Heute gibt es (mal wieder) Fisch.

Sehr leckerer Matjes „Finkenwerder Art“ und ein gekochtes (!, die Kellnerin weist uns extra darauf hin) Lachsfilet.

Dazu – wie könnte es anders sein, eine lokale Spezialität: Alkoholfreies Weizen aus dem „Husumerdinger Brauhaus“ (die Spezialisten unter Euch haben die Flaschen auch schon auf unseren Einkaufsfotos weiter oben bemerkt, da müssen wir doch sofort etwas davon mit nach Hause nehmen!). Georg trinkt irgend eine Limo ;-).

Dann laufen wir übern Deich zurück.

Georg steigt noch ein paar Hasen nach:

Die sind aber irgendwie alle zu schnell für uns.

Na, dann eben nicht!
Zurück am Platz bekommen wir noch Besuch von einem Nachbarn, der eigentlich dachte, wir sind der Zubringerbus für die Technoleute nebenan.

Wir belehren ihn eines besseren und er holt sofort seine Frau, um ihr unser Wohnmobil zu zeigen.
Dir unterhalten uns nett, dann ist es auch schon bald Zeit, ins Bett zu gehen.

Morgen haben wir nochmal ein paar Kilometer vor uns, wir wollen bis Ostfriesland.
Das Navi berechnet schon wieder ein irre Strecke über Hamburg denn sonst ist irgendwie fast überall die Elbe im Weg.

Na, vielleicht haben wir ja Glück(stadt) und finden eine Möglichkeit, die Elbe zu queren…

Gute Nacht!

 

Abfahrt Hvide Sande: 477989 km, 11:15 Uhr
Ankunft Büsum: 478253 km, 17:00 Uhr

Gesamt: 264 km

Getankt: 189 Liter für lauschige 236,60 Euro. Puh! Aber wir haben jetzt mal eine halbwegs ordentliche Idee, was unser Setra so verbraucht: knapp 24 Liter. Mehr als gedacht, aber im Rahmen!

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