Sommer 2018 – Tag 5: Tanken mit Evobus Hamburg

Guten Morgen,

heute feiern wir Georgs Geburtstag. Naja, mit einem kleinen Geburtstagsfrühstück, denn eigentlich sind wir im Reisefieber… denken wir zumindest.

Wir sollen eines besseren belehrt werden!

Aber der Reihe nach.

Erstmal Frühstück. Heute haben wir uns mal ein anderes Lieblingscafé raus gesucht, das Cafe Geyer. Ist auch nur einen Steinwurf entfernt von unserem Stellplatz.

Auch hier gibt es ein Frühstück, das man beruhigt empfehlen kann, Frischer Minz – Ingwertee und frisch gebackene Semmeln (auch wenn die hier irgendwie anders heißen) mit allem Möglichen zum belegen. Lecker und mehr als genug!!

Dann schnell zurück zum Bus, denn wir wollen ja gleich weiter fahren in Richtung Ostsee und es wird nicht kühler!!!

Fahrbereitschaft ist schnell hergestellt, also los… naja, wenn nur mal der Motor anspringen würde.

Ich hab ja gestern den Vorfilter gereinigt, vermutlich habe ich ein Problem beim Entlüften. Naja, entlüften wir halt noch mal.
Irgendwie kommt an der Handpumpe nicht wirklich was aus dem Tank nach.
Mist. Sollte uns hier die Dieselpest einen Streich spielen???

Wir wissen jetzt echt keinen Rat mehr und rufen bei Evobus Hamburg an.
„Klar kommen wir, können ja so einen schönen alten Bus nicht stehen lassen. Es kostet aber…“
Hilft nichts.

Jetzt haben wir das eh nicht mehr in der Hand und setzen uns gut gelaunt an den Hafen.

Eine Dreiviertel Stunde später kommt ein freundlicher und sehr engagierter Techniker von Evobus, der auch gleich mal versucht, das Ding zu entlüften, mit genauso mäßigem Erfolg wie ich.

Unsere Parkplatzwächter sind sehr geduldig und akzeptieren ausnahmsweise, daß er ohne Parkschein zu uns auf den Platz fährt.

Wir wechseln mal den immer noch komplett verdreckten Vorfilter, auch die Hauptfilterkartuschen schaut er sich an, sind nicht sooo schlecht. Entlüften…
Eine gute Halbe Stunde später ist klar: Das wird irgendwie nix.
Also, Spritleitung ab und durchblasen.
„Schau doch mal, ob das blubbert im Tank“. – „Nee, da blubbert nix, ist aber auch kein Diesel drin“……………

Grmbl. Unsere Tankuhr zeigt knapp zwei Drittel voll und rechnerisch müssten bei 2 Tanks mit je 140 Liter auch noch mehr als die Hälfte drin sein.
Aber so kann der Motor natürlich nicht anspringen…

Also bauen wir wieder zusammen. Der Techniker verabschiedet sich nach Einwurf kleiner Münzen, nicht ohne uns noch ein paar Hilfreiche Tipps mit gegeben zu haben. Danke!!!

Also holen wir mal wieder einen Smart, fahren Kanister kaufen (in 2 verschiedenen Baumärkten) und besorgen 30 Liter Diesel.

Wieder am Bus stehen 2 Junge Männer davor: Das ist euer Bus?? Ist aber nicht zufällig ein Wohnmobil??
Während ich den Diesel in den Beifahrerseitigen Tank fülle, geben wir den beiden schnell ein Interview für eine Campingbeilage des „Focus“. Abschließend machen wir noch ein paar Fotos… Bin gespannt, ob da was erscheint, aber die beiden waren überzeugt, daß wir das interessanteste Womo von allen hier haben. Naja, wo sie recht haben ;-).

Wir holen noch eine Zweite Runde Diesel, dann muss das erstmal reichen…

Ich entlüfte nochmal, dann der große Moment… Und siehe da: Läuft!!!!
Sind wir froh!

Wir fahren noch zu Evobus, wo schon einige Kollegen unseres Technikers warten und hoffen, daß wir mit dem Bus kommen, damit sie „endlich mal wieder einen ordentlichen alten Bus zu Gesicht bekommen“.
Ich muss sie leider enttäuschen, aber die Fotos, die ich auf dem Handy habe, sind auch genug.
Wir rechnen noch schnell ab und dann gehts wieder in die Stadt.

Daß wir Heute nicht mehr fahren, war eh klar, also verlängern wir den Stellplatz nochmal um eine Nacht (14 Euro). Dann werden wir den Smart wieder los und setzen uns erst mal…

Dann ist auch schon Zeit zum Abendessen.
Wir schlendern noch etwas durch die Hamburger Hitze…

… und landen schließlich im portugiesischen Viertel:

Lecker!!!
Danach kaufen wir noch schnell etwas Mineralwasser im Auchan (oder wie heißen die Supermärkte in Deutschland?) und schleppen dieses dann zurück zum Stellplatz.

Da weiß man, was man getan hat.
Wir setzen uns noch auf ein kleines Dessert in das Restaurant von Gestern:

„Brotpudding wie bei Mutti“…

Dann gehts auch schon zurück in den Bus.
Noch ein Abschlußfoto von Hamburg:

Morgen gehts dann wirklich weiter, wenn alles so läuft wie geplant!

Bei genauerer Recherche stellt sich unser Problem inzwischen so dar:

  1. Wir haben die Dieselpest, wenn auch bei Weitem nicht so schlimm wie gedacht.
  2. Unser Fahrerseitiger Tank ist wohl abgeklemmt (zumindest ist er leer (auch nach dem Füllen des anderen), was unseren Dieselvorrat halbiert – wäre gut zu Wissen gewesen!)
  3. Unsere Tankuhr ist defekt (zeigt immer noch Zweidrittel voll an, obwohl der Tank Staubtrocken war).

Diese drei Punkte führten zu der blöden Situation, daß wir wohl (ohne es zu merken) mit dem letzten Tropfen Diesel gestern auf den Platz gerollt sind.

Das gute daran ist, daß wir Morgen wohl wirklich weiter fahren können und im Moment auch wieder einen sauberen Vorfilter haben. Was wollen wir mehr, alles Weitere findet sich!

Sorry und Danke an alle, die sich mit uns einen Kopf gemacht haben!!!

Gute Nacht, jetzt isses Zeit fürs Bett, das war ein aufregender Tag…
Danke auch an alle Gratulant*innen, die heute auf den unterschiedlichsten Wegen an Georg gedacht haben.

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