Herbst 2020 – Tag 4: Mittwoch, Main – Rhein – Mosel

Guten Morgen,

auch wenn wir gestern Abend etwas skeptisch waren, wir haben auf unserem geheimen Stellplatz am Friedhof echt perfekt geschlafen.
Etwas eigenartig: Gegen halb 8 Uhr morgens trägt ein Herr einen sehr großen Hund außen an unserem Schlafzimmer vorbei zum Auto – vermutlich hatte dieser Angst vor den beiden Herren mit den Laubbläsern, die pflichtbewusst ihren Dienst auf dem Parkplatz verrichteten.

Na gut, man muss ja nicht immer bis 9:00 Uhr schlafen…
Erstmal Frühstück, dann machen wir noch eine kleine Runde über den Friedhof.

Heute ist das durch eiige verteilte Sprinkleranlagen eine teilweise recht sportliche Angelegenheit.

Dann geht’s auch schon los: Heute fahren wir weiter nach Koblenz.
Wir überqueren den Taunus, teilweise ist das so steil, daß wir in den dritten Gang zurück schalten müssen – das sind wir gar nicht mehr gewohnt ;-).

Trotzdem sehr schön – man sieht einfach mehr, wenn man sich Zeit nimmt für die Strecke

Unser persönliches Highlight: Stau mitten in einer mittelgroßen Stadt, deren Namen mir leider entfallen ist (war es Wiesbaden?).
Nach einer Ewigkeit kommen wir an die Wurzel des Staus: Eine Ampel, die nach 4 Sekunden grün wieder für einige Minuten auf Rot springt – und das mitten auf der Hauptstraße.

Faszinierend…

Nach einer Weile sind wir dann (nach einem kleine Tankstopp irgendwo auf dem Berg) in Koblenz.
Der Knaus Campingpark ist (um es mal einfach zu sagen) Bumsvoll!
Wir warten am Eingang, bis wir zur Rezeption können, die freundliche Dame bietet uns -nachdem sie den Bus kurz ungläubig gemustert hat- zwei Plätze zur Auswahl.
Das klappt alles recht ordentlich. Einige Zeit später stehen wir dann am Platz.

Sehr ungewohnt, so komplett umgeben von Campern… Wir merken mal wieder, warum wir eigentlich ganz gerne das Landvergnügen nutzen – oder am Waldfriedhof stehen ;-). Da ist es einfach nicht so voll und hektisch.

Jetzt sind wir aber erstmal da und bleiben auch für zwei (mit knapp 45 Euro pro Nacht relativ teure) Nächte!

Wir schauen gleich mal vor ans Wasser. Standorttechnisch ist der Platz ja wirklich ein Hit, ist er doch direkt an Rhein, Mosel und dem Deutschen Eck gelegen.

Den Baum, der mitten auf unserem Stellplatz steht, verbuchen wir als “Natur”. Dann eben ohne Markise ;-).

Dann gehen wir noch kurz ein paar Kleinigkeiten einkaufen, leider kein Auchan in der Nähe, müssen wir uns also mit dem N*tto begnügen…

Nach einer kurzen Entsorgungs- und Umparkaktion steht dann eine kleine Baustelle an (habe ich erwähnt, daß ich meinen Multimaster echt toll finde): Wir haben ja unter der Esstischbank einen zweiten Frischwassertank – wofür auch immer.
Der muss weg, weil er einen der für uns wichtigsten Stauräume blockiert und wir ihn sicher niemals benutzen werden.
Leider ist die Bank so blöd um den Tank herum gebaut, daß man entweder die Bank komplett demolieren muss – oder eben den Tank ;-).

Wir entscheiden uns für zweiteres und siehe da, nach einer viertel Stunde ist der Stauraum frei. Toll!

Der Nachmittag verläuft ansonsten ziemlich unspektakulär, am Abend dann geht’s ins campingplatzeigene Bistro Rhein Mosel Blick.

Ja, hier kann man wirklich für einen vernünftigen Preis sehr gut essen!

Dann genießen wir noch etwas den Abend vor dem Bus, freuen uns, daß wir heute ausnahmsweise weder Haustiere noch Kinder dabei haben (Insiderwitz) und schauen dann später nochmal vor ans Wasser.

So kann man das schon eine oder zwei Tage / Nächte aushalten!
Morgen schauen wir uns Koblenz an!

Gute Nacht!

Gesamtstrecke: 116.08 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 60.67 km/h
Gesamtzeit: 02:59:48

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