Sommer 2015 – Tag 12: Tour durch Vieux – Lyon

Guten Morgen!

Heute gehe ich mal alleine in die Stadt, da Georg immer noch a wengle flau ist
Ist aber schon viel besser als gestern 😉 und wir gehen davon aus, daß er morgen wieder mit kommt!

Nach einem kleinen Frühstück (wir haben a bissle verschlafen heute) mache ich mich auf den Weg.

Heute gibts eine saugute Tourempfehlung, wenn ihr mal etwas vom alten Lyon sehen wollt!!!

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Los gehts am Campingplatz mit dem Bus Nr. 89  bis zur Endhaltestelle „Gare de Vaise“.

Dann weiter mit der Metro D bis zur Haltestelle „Vieux Lyon“.
Hier laufe ich dann erstmal zur Cathédrale St. Jean, da hier um 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr die Astronomische Uhr schlägt und dies ein großes Schauspiel sein soll. Eigentlich könnte man den Punkt auch später einbauen, denn man kommt hier nochmal vorbei, passt aber zeitlich gerade perfekt.

Blöderweise ist die östliche Hälfte der Kirche gerade in Renovierung, also wird nichts aus dem Schauspiel, denn die Uhr befindet sich genau in dem Teil.

Dann gehts zurück zur Metrohaltestelle ein paar Meter weiter südlich. Hier fahren auch die Funiculaires, mit denen wir ja vor 2 Jahren schon viel Spaß hatten.
Hier steigt man in den rechten (in Richtung Fourvière) ein. Die Basilika von Fourvière kann man auch von unten schon sehr schön am Berg sehen.

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Die Kirche wurde damals gebaut, als Dank, daß Lyon von der Pest verschont blieb.

Entsprechend lohnend ist auch ein Besuch in der Kirche, die Ihr nach dem Verlassen des Funiculaire direkt vor Euch seht.

Die große Basilika hat 2 Kirchen direkt übereinander. Faszinierend!

Nebendran dann noch die eine oder andere Kapelle und ein Museum.

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Dann könnt ihr links oder rechts an der Kirche entlang gehen (ca. 100m) und bekommt einen Super Blick über Lyon.

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Jetzt könnt ihr Euch entscheiden, ob ihr gleich weiter nach unten geht, oder noch einen kleinen Marsch um den Berg macht (ne dreiviertel Stunde bin ich gelaufen).

Ihr lauft weiter in Richtung „Passerelle des Quatre-Vents“, einen netten Fußweg Richtung Westen.

Irgendwann gelangt ihr zum „Cimetiere de Loyasse“, der sehr sehenswert ist!

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Wenn ihr dann weiter in Richtung Süden lauft (den Schildern nach St. Just folgen), kommt ihr auf die Rue R. Radisson, dann an den Gallo-Römischen Amphitheatern (Schild nach rechts) vorbei.

Von dort aus seht ihr schon die Basilika. Da lauft ihr hin!

Wenn ihr Glück habt, seht ihr wie ich einen etwas skurrilen Bestattungstransporter vor dem Hospital stehen.

Dann wieder links von der Basilika vorbei in Richtung Rosengarten.
Durch den Rosengarten nach unten kommt ihr durch einen Durchgang (mit einer kleinen Kapelle) wieder auf die Straße zurück.

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Der Durchgang alleine ist schon den Abstieg wert! Aber es wird noch besser…

Wieder auf der Straße haltet ihr Euch links (abwärts).
Nach ein paar hundert Metern zweigt rechts die „Montée des Chazeaux“ ab.

Die Treppe scheint durch die steilen Häuserschluchten echt ins nichts zu führen!

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Faszinierend?
Wartet ab, es wird noch besser.

Unten kommt ihr in die „Rue du Boeuf“.
Ihr lauft links, bis zur Hausnummer 27. Hier steht ihr vor einer sogenannten „Traboule“, einem Durchgang, der typisch für Lyon ist (es gibt wohl immer noch ca. 350 von diesen Traboules, der Name kommt von „Trans ambulare“).

Keine Hemmungen, nur rein in die gute Stube!

Auf der anderen Seite dieses Durchgangs seid ihr direkt im Herzen von „Vieux Lyon“.

Viel Spaß beim Entdecken!

Ich bin dann nach Süden weiter gelaufen, in Richtung Gericht (stark bewacht)

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… und dann weiter zum „Musée des Automates“.

Hier werden seit vielen Jahren Automatenpuppen für Werbung, Film und alle möglichen anderen Einsatzzwecke angefertigt.
Die sehr nette Dame am Eingang gibt mir erstmal persönlich einen Überblick, wie das ganze funktioniert, dann laufe ich durch das kleine aber interessante Museum.

Dann gehts wieder zurück zur Metrostation, an einem netten Schild vorbei:

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Ich schaue noch schnell in die Kirche „St. Georges“ rein, die am Weg liegt.

Dann laufe ich noch unter der Talstation der Funiculaires durch und erwische zufällig beide beim Einparken.

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In einer der unzähligen Kneipen gönne ich mir noch ein Bier und eine Kleinigkeit zum Essen.

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Dann wirds Zeit, auf zum Campingplatz.

Georg war in der Zeit nicht untätig, und hat dafür gesorgt, daß er wieder a bissle Farbe bekommt…

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Oder er ist auf seinem Stuhl in der Sonne eingeschlafen, eins von beidem 😉

So, noch ein Häppchen zum Abendessen und dann wars das für Heute!

Gute Nacht!

 

 

2 Comments

  1. christians80

    Das ist doch mal eine ganz andere Sichtweise dieser Stadt. Ich hatte Lyon bisher nur immer auf der Durchfahrt mit einem riesigen Verkehrschaos erlebt und war jedes mal froh, diese Stadt möglichst schnell wieder hinter mir gelassen zu haben. Nach diesem Bericht werden wir bei nächster Gelegenheit versuchen, Lyon auch mal von seiner schönen Seite zu erkunden. Diesen Sommer geht es auf der Via Gebennensis mit dem Fahrrad allerdings knapp dran vorbei 🙂

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