Sommerurlaub 2017 – Tag 10

Guten Morgen!

Heute stehen wir mal etwas früher auf, wir haben einen weiten Weg vor uns!
Ja, das wars mal wieder mit dem Meer für diesen Urlaub. Schade eigentlich…

Der Teil Kroatiens, in dem wir uns bewegt haben, hat sich als sehr gut bereisbar herausgestellt, hat Spaß gemacht!
Wir kommen sicher irgendwann mal wieder…

Heute geht es in Richtung Österreich. Wir werden morgen unseren Freund Klaus besuchen, der ein Haus in Kärnten hat und zufällig gerade dort ist. Wir haben uns für morgen mit ihm verabredet auf einen Kaffee.

Aber erstmal geht es nach Postojna. Die Grotten habe ich vor vielen Jahren zum letzten mal besucht und damals auch dort übernachtet.

Nach einem kurzen Abschied von unseren netten Augsburger Nachbarn und einem kleinen Preisschock (ja der Platz war der teuerste, auf dem ich jemals war – aber wozu aufregen? Ändert nichts und der Platz war ja auch sehr nett!

Direkt in einem der nächsten Orte steht ein gammliger Bus in der Wiese. Na Leute, Drittbus gefällig?

Nein, für uns nicht mehr. Wir hatten einige Busse, sind im Moment aber voll mit unserem DAFfy zufrieden! Wobei? Mal sehen, vielleicht hab ich bald mal wieder ein neues Spielzeug für uns ;-).

Hab ich euch eigentlich schon von den Erfahrungen mit unserem neuen Tiremoni – Reifendrucküberwachungssystem erzählt (die eine oder der andere von euch fährt es ja selbst…). Ich muss sagen, ich bin schon nach knapp 1000 Kilometern it dem Ding echt begeistert!!!

Gute 100 Kilometer später landen wir in Postojna, wo wir heute die Grotten anschauen wollen.
Ich muss sagen, das hat sich ganz schön verändert hier. Zum guten? Wir werden sehen…
Es gibt jetzt einen speziellen Stellplatz für Wohnmobile, auf den wir auch gleich gelotst werden.

Wir ziehen uns feste Schuhe an und nehmen ein warmes Jäckchen mit, dann gehts auf in die Höhle…

Ui, das hat sich aber sehr verändert hier…
Das letzte mal, als ich hier war, gab es einen Kiesparkplatz im Wald, ein Haus mit dem Eingang zur Höhle und das wars.

Jetzt muss man sich durch ein Labyrinth von Verkaufsständen, restaurants, Souvenirläden und so weiter kämpfen, um überhaupt mal in die Schlange vor der Kasse zu kommen. Uiuiui…

Lächerliche 70 Euro später nennen wir zwei Tickets für die Führung um 13 Uhr unser eigen.
Respekt… Na, wenigstens mit deutschem Audioguide.

Leider hat man uns an der Kasse irgendwie vergessen zu sagen, wo wir diesen Audioguide bekommen. Da unser Ticket für 13.00 Uhr verfällt, wenn wir nicht um 13.00 Uhr im Zügle sitzen, bleibt uns nichts anderes übrig, als ohne Audioguide mitzufahren.

Nach einer guten Viertelstunde Zugfahrt sind wir dann in der eigentlichen Höhle angekommen.
Unsere seeeehr engagierte Führerin schleift uns (eine Gruppe von ca. 200 Personen aller Nationalitäten und Altersklassen) wortlos den ca. eine Stunde langen Fußweg durch die Höhle. Super…

Die Höhle selber ist genauso faszinierend wie beim letzten mal!
Schade, daß hier inzwischen der Massentourismus Einzug gehalten hat…

Besonders Leid tun mir die Grottenolme, die in einer Blechwanne unter der Kamera und ein paar Meter weiter in einer Art Aquarium präsentiert werden…

In der großen Abschlußhalle dann der Gipfel:

Bevor nicht alle durch den Souvenirshop durch sind, fährt kein Zug zurück.
Wir sitzen also erstmal hier bei 8 Grad fest und warten, bis sich die Japaner mit Lavendelseifchen mit Grottenolmlogo eingedeckt haben. Stark!

Hier schlägt dann auch die große Stunde der dämlichen Selfie – Sticks… wir haben ja genug Zeit.

Tragisch eigentlich.

Dann endlich geht der Zug zurück…

Wieder an der Oberfläche, versuche ich trickreich, ein Foto des Fotos zu machen, das am Eingang von Georg und mir geschossen wurde und das wir jetzt für 4 Euro kaufen sollen… blöderweise hechtet die Aufpasserin im letzten Moment dazwischen.

Behaltet doch eure blöden Fotos!

Dann gehts noch schnell in den Höhlenzoo, leider sind die meisten Aquarien und Terrarien irgendwie leer. Na, dann eben nicht.
Am Ende des Parcours steht dann auch ein Schild, daß leider das ganze im Moment in Renovierung ist und deshalb… Na Super, das könntet ihr uns doch auch VOR dem Kauf des Tickets sagen… Dankeschön!

Wieder in der Wärme müssen wir sofort (trotz allem Groll) ein Souvenir erstehen…

Den Rest unseres Urlaubsgeldes verprassen wir dann in einem der unzähligen Restaurants…

Zugegeben, die Pizza schmeckt für Touristenabfütterung sehr gut!

Dann verziehen wir uns schnell wieder in Richtung Parkplatz.
Der Hammer ist ja, daß für 4 Stunden Parken genauso viel Geld fällig ist, wie für 24 Stunden nämlich 20 Euro!

Wir sind NICHT amüsiert!

Schnell weg!
Fazit: Die Grotten sind TOLL! Der Schmarrn außenrum ist echt anstrengend… und das ganze ist echt teuer geworden!
Vielleicht in 20 Jahren mal wieder.

Wir fahren auf dem schnellsten Weg weiter in Richtung des von Helmar vorgeschlagenen Nachtlagers, dem Camping „Sobec“ in Leske bei Bled.

Bled ist auch, daß es auf dem Weg zu regnen anfängt… Schade eigentlich.
Als wir am Campingplatz ankommen und ich mit dem Checkin fertig bin, regnet es wie aus Eimern. Schnell einen Platz suchen…

Kurz nach uns fährt ein Gespann auf den Platz, das vom ersten Moment an faszinierend ist…

Die Herrschaften parken im Regen ein, so weit so gut.
Plötzlich stinkt der ganze Platz nach rauchender Kupplung (oder Bremse?) ein Geruch, den man schwer wieder aus der Nase bekommt.
Das ganze Ding wirkt irgendwie … überladen.  Erschreckend, was die alles raus räumen müssen, damit sie in ihren Wohnwagen überhaupt mal rein kommen.

Leider auch hier wieder das von uns schon so oft beobachtete Stressproblem im Urlaub.
Die Laune ist extrem mies… Er versucht, schimpfend seinen Wohnwagen an Ort und Stelle zu bugsieren, nichts will so recht gelingen. Sie möchte ihm eine Regenjacke geben, da er im strömenden Regen das Auto rangiert, er scheißt sie zamm, sie rennt mit bemitleidenswerter Miene ins Sanitärgebäude und ward nicht mehr gesehen.

Schade, daß die Menschen im Urlaub so einen Stress haben müssen. Ist es echt notwendig, zu streiten, wenn man eh nur ein paar Wochen Urlaub hat? Ich hatte ja schonmal darüber geschrieben. Das werden wir nie verstehen!

Wir lernen mal wieder ganz neu zu schätzen, wie einfach unser Leben scheinbar doch ist…

Wir freuen uns, nutzen eine Regenpause und spazieren mal ein wenig über den Platz. Ist echt nett hier!

Dann gehen wir mal an die Routenplanung für morgen… wo war noch das Navi???

Genug geplant… jetzt gibts erstmal ein kühles Bierchen.
Natürlich opfern wir dem Anlass eine weitere unserer echt italienischen Bierspezialitäten:
„Montagna di Carlos“ trinken wir, eine kleine Brauerei aus der Nähe von Rom. Italienischer geht’s kaum ;-).

Lecker!

Etwas später lassen wir uns dann die Reste der köstlichen Pizza von Heute Mittag schmecken („Denn wofür wir besonders schwärmn, wenn es wieder aufgewärmn(t)“).

Dann gehts auch schon recht bald ins Bett.
Morgen müssen wir irgendwie über die Karawanken wanken – und die Vorhersage Heute (3 Stunden Wartezeit) verheißt nichts gutes.

Wir werden sehen…
Morgen gehts weiter in Richtung Salzburg.

Gute Nacht!

Abfahrt Karigador: 10.00 Uhr, 59321 km
Ankunft Bled: 17.45 Uhr, 59516 km

Gesamt: 195 km

Maut Kroatien: 2,05 Euro (fast nichts)
Maut Slowenien: 33,70 Euro (WAAAAAAS?)

 

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