Sommerurlaub 2017 – Tag 2

Guten Morgen!

Trotz Umspannwerk und entsprechender Geräuschkulisse haben wir erschreckend gut geschlafen ;-).

Ich gehe erstmal den Stellplatz bezahlen (15 Euro, geht, wäre auch incl. Strom, WC und Wasseranschluss) und schaue mich auf dem sehr edlen Campingplatz um, zu dem unser Stellplatz gehört.
Dann erstmal ein typisch… ähm … italienisches Frühstück – im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Okay, wir arbeiten daran!

Dann springen wir ins Cockpit und rasen auch schon wieder los, immerhin haben wir ein paar Kilometer vor uns, auch wenn wir noch nicht so richtig wissen, wo wir heute überhaupt hin wollen.

Vorher noch ein Blick auf den neuen Kühlschrank, den wir irgendwann auch noch richtig einbauen sollten… wird schon werden!

Auf jeden Fall kühlt er hervorragend!

Wir fahren quer durch Südtirol…

Grad Scheee isses! Ja, in der Tat, Scheee Heiß! Die Temperatur steigt irgendwann auf gute 36 Grad, was sich in unserem Cockpit ausschließlich durch den Fahrtwind ertragen lässt.

Leider fehlt heute der erste Teil der Strecke auf dem Diagramm… warum auch immer die Daten verloren gehen, als wir auf dem Rastplatz Castel Varco Ovest eine kleine ause einlegen. Schade eigentlich…

In Pergine gibts noch einen kleinen Einkaufsstopp, da die Hitze inzwischen kaum noch erträglich ist. Wir haben uns ja schon in der Vergangenheit gelegentlich in Einkaufszentren geflüchtet – mal sehen, ob das in Italien auch funktioniert.
Nach einer halben Stunde des Kreisens um das Einkaufszentrum haben wir den Parkplatz bzw. irgendwann auch den Eingang gefunden – falls das in der Tiefgarage der Haupteingang sein soll ;-).

Wir kaufen Brot mit maßgeschneiderten Schutzhandschuhen und füllen (fast bio-) Eier in niedliche kleine Viererpäckchen ab (eigentlich bräuchten wir ja im Moment gar keine Eier, aber die Packungen sind einfach zu nett 😉 ).

Beim Versuch, etwas trinkbares zu erwerben enttäuscht mich Italien bisher extrem. Kann das wirklich sein, daß es in Italien kein vernünftiges Bier geschweige denn Radler gibt???

Na dann eben nicht. Spaten – Bräu wirds!
Die Fischtheke relativiert das alles wieder ein wenig, ich erstehe noch ein paar Scheibchen leckeren Thunfisch aus (vermutlich) tiergerechtem Fang – was auch immer das heißen mag.

Insider, wer braucht einen Bimby???

Weiter gehts…

Die letzten 100 km werden dann zäh. Die Straßenverhältnisse sind unter aller Sau, ich fürchte, daß irgendwann die ersten Teile von DAFfy abfallen. Er enttäuscht uns aber mal wieder nicht und kämpft sich tapfer durch.

Die letzten 25 Kilometer vor Venedig sind dann äußerst zäh. Es geht schnurstracks geradeaus und ein Stau- / Ampel- / Kreisverkehrchaos reicht sich an das andere.

Irgendwo auf der Straße liegen die Reste eines soeben geplatzten Wohnwagen („Mei, ein Hobby“), glücklicherweise scheint außer dem Fahrzeug niemand verletzt zu sein.

Georgs Begeisterung über die heutige Fahrstrecke ist grenzenlos…

Wir beschließen: Nein, heute werden wir nicht auf der Betonplatte direkt in Venedig übernachten, sondern irgendwo vorher, wo es Schatten und eine vernünftige Dusche gibt.

Unsere neue Superapp „park4night“ schlägt uns auch einen Platz 15 Kilometer vor Venedig vor, da fahren wir sofort hin!!!

Tja, voll!
Schade eigentlich. Der ansonsten etwas wortkarge Türsteher empfiehlt uns einen Platz in der Nähe. „Fusina“. Na gut, das schaffen wir auch noch.

Der Platz stellt sich als ziemlicher Glückstreffer heraus. Okay, 35 Euro pro Nacht ist jetzt nicht soooo preiswert, aber der Stellplatz entschädigt für alles!

Darf ich vorstellen, unser Platz am Meer mit direktem Blick auf Venedig:

Direkt nebenan liegt der Containerhafen, dementsprechend ist auf dem Wasser auch was los. Tolle Sache!

Wir gehen erstmal in die Snackbar und nehmen ein kühles Getränk zu uns…

Köstlich!

Bei immer noch über 30 Grad mache ich mich daran, das Abendessen zuzubereiten…

Unser Abendessen heute kann sich in der Tat nicht nur von der Kulisse her sehen lassen!

Dazu gibts ein leckeres Spatenbräu München. Da habt ihr, Italiener!

Dazwischen immer wieder so richtig große Schiffe, die direkt vor uns vorbei gondeln…

Ein kleiner Wehrmutstropfen: Der Platz liegt direkt in der Einflugschneise die venezianischen Flughafens, was einen dezenten Lärmpegel in unregelmäßigen Abständen zur Folge hat – aber egal!

Wir lassen den Abend mit einem kühlen Getränk ausklingen, Georg flüchtet dann recht bald vor den Mücken nach drinnen, ich halte es etwas länger aus, da es nur hier draußen WLAN gibt… und ihr wollt ja lesen, was wir heute so getan haben!

Damit ihr mal einen kleinen Überblick bekommt, wo wir heute so rumgegondelt sind, hier mal ein kleiner Zusammenschnitt der heutigen Fahrt – aufs wesentlichste reduziert ;-).

Morgen gehts nach Venedig!

Gute Nacht…

Abfahrt Schluderns: 10.45 Uhr, 58750 km
Ankunft Fusina: 18.00 Uhr, 59056 km

Gesamt: 306 km

6 Comments

  1. Christian

    Ich beneide euch schon ein bisschen, das muss ich zugeben … 🙂
    Ich wünsche euch viel Spaß in dieser wunderbaren Stadt und bewegt euch nach dem „Pflichtprogramm“ einfach mal in die ruhigeren Ecken ohne Touristen. Ihr werdet das echte Venedig finden. Die Stadt ist kein Museum.
    Kleiner Restauranttipp: Rio Novo, Ristorante and Pizzeria unweit von der Piazzale Roma an der Fondamenta Tre Ponti. Leckere Pizzen und Seafood, nette Bedienungen und vor allem Preise, die für venezianische Verhältnisse durchaus im Rahmen sind. Sitzen kann man draussen direkt am Kanal.
    Bis denne
    Christian

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