Sommer 2018 – Tag 10: Mal wieder eine Fähre

Guten Morgen!

Das Wetter hat etwas zugezogen, also soll es Heute schon wieder weiter gehen, wir werden heute das Kattegat überwinden.

Während wir Frühstücken werden auch schon die Schilder aufgestellt: No Camping.
Wir hatten Glück, am Wochenende wird der eigentliche Wohnmobilstellplatz deutlich erweitert, sonst hätten wir keinen Platz bekommen…

Wir fahren nach Nordwesten, in Richtung “Sjællands Odde”, meiner Meinung nach einer der schönsten Landstriche, die ich in Dänemark bisher kennen gelernt habe!

Knapp 100 km weiter sind wir dann auch schon an unserem Teilziel: Dem Hafen der Molslinien – Katamaran – Schnellfähren Odde – Aarhus.

Natürlich haben wir keine Reservierung (man kann für Campingfahrzeuge auch irgendwie nicht reservieren).
Die Damen am Schalter sind leicht hektisch und fangen zu telefonieren an, als ich ihnen mitteile, daß wir nicht mit einem Reisebus (1680 DKK) vorfahren, sondern mit einem Camper (??? DKK).

Wieviele Sitzplätze?? 4, aber nur 2 sind belegt…
Ääääähm, wieviele Tonnen sind das? Knapp 12…
Aha, welchen Führerschein brauchen Sie dafür??? Naja, in Deutschland Klasse 2 ;-)…

Das scheinen genug Informationen zu sein, die Damen stufen uns als “Forvogn” ein, was wohl einem LKW entspricht… naja, alles ist besser als die Kategorie “Reisebus”.
1375 DKK kostet der Spaß.

Auf der nächsten Fähren haben wir aber keinen Platz – kommen Sie doch wieder zur Übernächsten.
Auch recht!

Wir fahren auf den Parkplatz (der eigentlich auch nochmal Geld kosten soll, aber für 1375 Kronen sollte das auch ohne Parkticket gehen…

Um 13.45 Uhr sind wir dann pünktlich wieder an der Schranke und werden auch prompt durch gewunken… “Spur 3”.

Das sieht irgendwie immer so aus, als ob die das mit dem beladen zum ersten Mal machen, aber da scheint doch irgendein System dahinter zu sein…

Wir werden als letztes Fahrzeug auf die Fähre gewunken – natürlich Rückwärts!
Naja, unser Rückwärtsgang funktioniert ja hervorragend, auch Bergauf und über die Rampe… Dann noch einmal quer durch die ganze Fähre und einige hundert Meter weiter haben wir dann ein perfektes Plätzchen für unseren “DAFfy II” gefunden.

Die tollen Busse stehen ja meistens links ;-).

Die Fahrt ist eigentlich recht unspektakulär.Knappe 70 km/h macht die Fähre. Das spritzt ordentlich…

Nach kurzem Aufenthalt auf Deck ist man komplett nass…

Wir genehmigen uns mit unserem 50% Coupon noch ein Getränk und einen kleinen Snack.

Nach einer guten Stunde ist dann auch schon der Hafen von Aarhus erreicht.

Also, zurück zum Bus. Er ist glücklicherweise noch da…

 

Diese Katamaranfähren sind schon sehr Eindrucksvoll…

Da ich gerade gerne mit meinem Magix Fastcut spiele, hier noch mal ein Zusammenschnitt von der Überfahrt:

Naja, da ist noch Luft nach oben, aber faszinierend, was man mit Software und ein paar Klicks so alles machen kann…

Wir gurken einmal quer durch Aarhus, mit einer Ampel alle 300 Meter…

… und landen dann am Stellplatz “Ega Marina”, wie der Name schon sagt, mal wieder direkt am Meer gelegen.

Dadurch, daß es auch hier extrem windig ist, sind die Temperaturen auch nicht sooo heiß wie die letzten Tage, perfekter Zeitpunkt also für etwas Hausarbeit:

Nach getaner Arbeit sinkt Georg erstmal wohlverdient aufs Sofa…

Der Platz war ja eigentlich komplett leer, kurz nachdem wir uns ganz ins Eck gestellt hatten, kamen dann doch noch einige andere Fahrzeuge… Na Toll, “Kuschelcamper”, die sich natürlich direkt neben uns stellen müssen Naja, die suchen vermutlich den Windschatten eines vernünftigen Campingfahrzeugs…

Später dann zieht uns der Bewegungsdrang doch nochmal aus dem Haus

Wir gehen in den nahe gelegenen Supermarkt und führen den Einkaufskorb Gassi.

.. ich habe ja blöderweise unseren guten Honig vergessen.
Der Versuch, in Dänemark etwas vernünftiges zu bekommen, scheitert leider kläglich…

Ganz ehrlich? Lieber kein Honig als so ein Dreck!
Wie freue ich mich auf unsere eigene Ernte, die wir gleich nach dem Urlaub angehen wollen!!!

Schnell wieder zurück zum Bus.

Hier nochmal ein Überblick über den Platz, der wirklich recht nett ist. Auch die Sanitären Anlagen sind OK (auch wenn wir uns erstmal in die Damendusche verirren). 150 DKK pro Nacht, für dänische Verhältnisse recht preiswert!

Heute gibts seit langem mal wieder ein kleines Veschper, aus frisch gefangenem Fisch (den wir noch schnell im Motorraum räuchern), frisch geernteten Veschpergürkchen und frisch geernteten Aarhuser Tomaten. Lecker!

Dazu ein (wie immer) köstliches lokales Bier: “Ceresdinger” Alkoholfrei.
Wir sind erstaunt, wie viele gute Alkoholfreie Weizensorten es in Norddeutschland und Dänemark gibt.

Das wars für Heute! Gute Nacht.
Morgen geht es mal weiter nach Westen, in Richtung Viborg, zu meiner Arbeitskollegin Betina.

Gesamtstrecke: 124.62 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 73.59 km/h
Gesamtzeit: 03:47:04

Abfahrt Kopenhagen: 477637 km, 10:15
Ankunft Ega Marina: 477772 km, 16:15

Gesamt: 135 km (zzgl. ca. 70 km Fähre)